Linux auf einem Fujitsu-Siemens Primergy RX200 S3

Wie bereits erwähnt war von Dienstag bis gestern jemand bei uns im Haus, der die Mailverschlüsselungssoftware „JULIA“ auf unserem extra hierfür angeschafften Primergy RX200 S3 installieren sollte. Leider hatte er eine der vielen Versionen von Debian mit, die ich bereits ausgiebig getestet hatte (und die sich natürlich NICHT installieren ließ).

Nachdem bereits schon fast der ganze Dienstag für „Spielereien“ mit diversen Distributionen draufgegangen war, entschieden wir uns schlussendlich dazu, eine von Siemens unterstützte einzusetzen: den SuSE Enterprise Server 10. Man sollte meinen, dass die Installation leicht von der Hand ging, wo doch eine Unterstützung seitens Siemens explizit versprochen wird. Aber dem war natürlich nicht so. Zwar erkennt die Servervariante die Festplatten am SAS-Controller korrekt, dafür aber nicht das DVD-Laufwerk, ohne das die Installation von einer DVD irgendwie schwierig wird 😉

Nun denn, ich habe dann gleich mal die Hotline von Siemens angerufen und nachgefragt, warum das denn wohl jetzt nicht klappt mit dem Laufwerk (nach 5 Tagen Rumprobieren hatte ich echt die Schnauze voll und außerdem standen wir inzwischen auch leicht unter Zeitdruck), und was bekomme ich nach 4 Weiterleitungen an den richtigen Ansprechpartner als Antwort? „Ja also, das müsste eigentlich nativ unterstützt werden…“ – „Es geht aber nicht.“ – „Ja dann weiß ich auch nicht weiter. Hier steht, dass es ohne weiteres klappen müsste.“

Toll. Danke Siemens-Hotline!

Ich habe es letztlich dann aber doch noch hinbekommen über eine FTP-Installation. Leider gibt es für den Enterprise Server keine öffentlichen FTP-Quellen (zumindest sind mir keine bekannt), aber indem ich auf einem Netzwerk-PC einen FTP-Server eingerichtet und die DVD dort eingefügt hatte, konnte ich SuSE über das Netzwerk installieren. Super!

Somit läuft JULIA nun unter SuSE, aber ich gebe mich noch nicht geschlagen. Denn auf ein Intranet unter SuSE habe ich wenig Lust. Mein geliebtes Debian muss schon sein 😀 Werde bei Zeiten meine Erfahrungen dazu hier veröffentlichen…

Über uns Stefan

Polyglot Clean Code Developer

3 Kommentare

  1. Was hast du denn gegen SUSE?

  2. Ach du, die sind mir einfach zu kommerziell, die Damen und Herren von Novell (siehe aktueller Microsoft-Deal) 😉

    Aber um zu handfesten Gründen zu kommen: ich habe lieber die Kontrolle über alles, anstatt YAST meine Konfigurationsdateien zerschießen zu lassen. SuSE ist mir inzwischen zu sehr abhängig von „grafischen“ Tools (wie eben YAST). Und inzwischen habe ich mich an Debian gewöhnt und die netten Funktionen (á la apt-get etc.) möchte ich auch nicht mehr missen. Und zuletzt: wie erwähnt läuft unser Server auf einem Enterprise (!) Server, der kostenpflichtig ist (zumindest, wenn man nicht auf Patches etc. verzichten will).

  3. Ich finde es gut, wenn mir YAST Arbeit abnimmt. Ich kann mir ja nicht jeden Kleinkram merken. Die Konfigurationsdateien werden bei neueren Versionen auch nicht mehr „zerschossen“. Und Paketverwaltung ist unter SUSE auch ganz leicht.
    Was aber absolut für SUSE spricht, ist das SUSE von vielen Software und Hardware Herstellern zertifiziert wird und Novell garantiert, dass das System, z.B. mindestens fünf Jahre, gepflegt wird.
    Häufig ist das wichtiger als andere Dinge.

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